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Veröffentlicht:9. März 2026

Wir springen diesmal ins späte Mittelalter und beschäftigen uns mit der Geschichte Albaniens und vor allem mit der Biographie eines Mannes: Georg Kastriota, besser bekannt als Skanderbeg. Er wächst als Janitschar am Hof des Sultans auf, konvertiert zum Islam und wendet sich dann gegen die Osmanen. Er bekennt sich wieder zum Katholizismus und wird für den Rest seines Lebens der erfolgreichste Militärführer seiner Zeit im Kampf gegen das osmanische Heer auf dem Balkan. Er selbst stellt sich in Tradition Alexanders des Großen und ist heute noch ein entscheidender Bezugspunkt für das Selbstverständnis Albaniens und gilt dort als Nationalheld.
Zweite Türkenbelagerung (1683)
Die Zweite Türkenbelagerung (auch Zweite Osmanische Belagerung) im Jahr 1683 war nach der Belagerung von 1529 der zweite erfolglose Versuch des Osmanischen Reichs, Wien zu erobern. Die Belagerung begann am 14. Juli und endete am 12. September mit dem Entsatz des polnischen Herres unter König Johann III. Sobieski, das die osmanische Armee des Großwesirs Kara Mustafa Pascha in der Schlacht am Kahlenberg zum Rückzug zwang.
Wien, damals Residenzstadt des römisch-deutschen Kaisers, wurde unter dem Stadtkommandanten Ernst Rüdiger von Starhemberg zwei Monate lang gegen ein rund 120.000 Mann starkes Belagerungsheer verteidigt. Zum Entsatz der Stadt verbündeten sich erstmals Truppen des Heiligen Römischen Reiches mit solchen aus Polen-Litauen. Weitere Unterstützung leisteten die Republik Venedig und der Kirchenstaat.
Vorgeschichte
Der am 15. August 1664 abgeschlossene Friede zwischen Leopold I. und den Osmanen galt für 20 Jahre. 1682 wurde klar, dass die Osmanen eine Verlängerung ablehnen würden (am 6. August 1682 beschloss das Osmanische Reich den Krieg), weshalb der Kaiser Bündnisse mit Bayern (26. Jänner 1683), Polen (31. März 1683) und Sachsen schloss; auch ein Kontingent des Heiligen Römischen Reichs wurde zugesichert; Papst Innozenz XI. schickte Geld.
Mit der Führung der osmanischen Armee wurde Großwesir Kara Mustafa betraut. Er erhielt Unterstützung durch die Ungarische Opposition unter Imre Thököly.
Ende März 1683 brach das Heer (200.000 Mann, wovon 80.000 auf den Tross entfielen) von Edirne (Adrianopel) auf, erreichte am 3. Mai Belgrad, am 19. Mai Esseg (Ossijek), am 20. Juni Stuhlweißenburg (Szekesfehervár) und am 1. Juli Raab (Györ). Die kaiserliche Armee, die ab 4. April 1683 unter dem Oberbefehl Karls V. stand und rund 30.000 Mann umfasste) versammelte sich am 6. Mai in Kittsee, zog sich aber vor der osmanischen Übermacht über Neuhäusel (9. Juni), Raab (1. Juli) und Petronell (7. Juli; Gefecht) nach Westen zurück.

